Streik im ÖPNV - RNV lässt Bürger in der Kälte stehen. Mannheimer Liste kritisiert Informationspolitik
Insbesondere in den Mannheimer Vororten warteten am heutigen Dienstag dutzende Pendler vergeblich in der Kälte auf Busse und Straßenbahnen. Sie hatten keine Informationen der RNV erhalten, dass der komplette öffentliche Nahverkehr am 21. und 22. Januar wegen eines Streiks der Gewerkschaft Verdi eingestellt wurde.
„Zahlreiche Anwohner haben morgens verärgert auf die Straßenbahn gewartet. Die RNV ließ sie buchstäblich im Regen stehen“, so Aljoscha Kertesz, Bezirksbeirat der Mannheimer Liste für Neuhermsheim und Neuostheim. Nirgends finden sich an den Haltestellen Hinweise auf den zweitägigen Streik. Deshalb wurde Kertesz kurzfristig selbst aktiv und klebte ein großes Plakat an die Informationskästen der Haltestellen Ulanen- sowie Husarenweg und informierte so die Fahrgäste.
Insbesondere Vororte betroffen
Besonders betroffen sind die Bewohner der Vororte, wo es viele Haltestellen ohne elektronisches Informationssystem gibt. „An stark frequentierten Haltestellen in den Vororten sollten schnell elektronische Fahrgastinformationssysteme nachgerüstet werden, damit Bürger bei Bahnausfällen nicht auch noch unnötig lange vergebens warten müssen“, forderte Stephanie Langenfelder, Bezirksbeirätin für Neuhermsheim und Neuostheim.
Kommunikation mit den Bürgern verbessern
„Die RNV hat es versäumt, die Bürgerinnen und Bürger in den Vororten ausreichend über den Ausfall von Bussen und Bahnen zu informieren. Und das, obwohl der Streiktermin seit Tagen bekannt war. Hier muss für zukünftige Fälle die Kommunikation mit den Bürgern deutlich verbessert werden“, so Christiane Säubert, stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler – Mannheimer Liste.