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Bodenuntersuchungen am Rheindamm– Mannheimer Liste (ML) fordert beherzteres Vorgehen für Spundwandlösung und Baumerhalt

Seit Dezember werden am Rheindamm Bodenuntersuchungen durchgeführt. Die Bohrungen reichen teils bis zu 30 Meter tief. Sie sind erforderlich, um zu ermitteln, ob bzw. wie tief sich eine durchgehende selbsttragende Spundwand in den Damm einbringen lässt. Maßgeblich dienen sie dazu, Aufschluss über die Wasserverhältnisse und die Beschaffenheit des Untergrunds zu gewinnen. So darf die Spundwand nicht an eine wasserundurchlässige Bodenschicht grenzen; sonst könnte sich Grundwasser in den Wohngebieten hinter dem Damm aufstauen.

In dieser Woche trafen sich Projektbeteiligte des Regierungspräsidiums (RP) und der Stadt Mannheim mit Vertretern der Initiative Waldpark vor Ort.

Dabei äußerte sich der RP-Projektleiter, Jens Teege auch zu den Planungen an sich: „Wir haben aufgetragen bekommen, dass wir eine schonende Variante prüfen müssen … Nun haben wir das Planungsziel geändert und prüfen eine überströmungssichere Bauweise. Würde nämlich bei der Erdwallvariante das Wasser über den Damm fließen, würde er irgendwann brechen und es gäbe eine Welle, während bei der Spundwandlösung Welle und Bruch ausgeschlossen seien“. Bei den weiteren Planungen soll auch ein Baumgutachter beigezogen werden.

Die rein technische Planung hat für die Ingenieure beim RP anscheinend klar Vorrang. Dass Hochwasserschutz und Naturschutz vereinbar sind, scheint in der Behörde noch nicht richtig angekommen zu sein.

Für Dr. Michael Kost, ML-Bezirksbeirat Lindenhof, ist klar, dass die statisch wirksame und wirtschaftlichere Spundwand noch keine ausgemachte Sache ist. Er sagte: „Wir werden als Mannheimer Liste weiter dafür kämpfen, dass es eine Spundwandlösung mit gleichzeitig maximalem Baumerhalt geben wird, auch wenn hierfür noch viel Widerstand gegen die Bürokratie erforderlich sein wird.“